Das Grundstück Nr. 1 kaufte mein Urgrossvater Julius Trebs, am 27.12.1879. Dessen Sohn Edgar gab dem Hof im Wesentlichen seine heutige Gestalt.

Grundstücksnummerierungen änderten sich über die Zeiten nur selten. In Schwietz ist an dieser Nummerierung zu einem guten Teil die Baugeschichte nachvollziehbar. So laufen beispielsweise die Nummern 1 bis 5 diagonal durch das Dorf.


Der älteste Teil des Hofes ist das alte Wohnhaus, das im Kern aus dem Ende des 17. Jahrhunderts stammt. Damals ist es als Umgebindehaus mit einer Blockbohlenstube erbaut worden.


Das Stallgebäude, in dessen Seitenteil sich die Ferienwohnung befindet, wurde 1847 errichtet. Das kann man jedenfalls aus der mit Ziegelstückchen in den noch weichen Lehm einer Zwischenwand gedrückten Jahreszahl annehmen. Gemeinsam mit den Buchstaben „J G P“, die wir schon vom Tor- und Haustürschlussstein kennen.


Dieses Stallgebäude ist das beherrschende Gebäude des Hofes und auch dorfbildbeherrschend. Der rechte Teil soll früher eine Gaststätte beherbergt haben. Die Wände sind geputzt und bemalt. Die Türen waren die gleichen wie im Wohnhaus. Es gab einen grossen Raum mit 47 m², ein kleines Nebenzimmer und sogar ein Klosett im Obergeschoss. Zwei Nebenzimmer könnten der Bewirtschaftung gedient haben. Sie sind als Wohn- und Schlafzimmer heute in die Ferienwohnung mit einbezogen.